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Hochwasserschutz per Videokamera

Wildes Wasser in Tirol

Hochwasserschutz per Videokamera

Wildes Wasser in Tirol

„Durch die neue Kameralösung müssen sich Feuerwehrleute bei Murenabgängen nicht mehr großen Gefahren aussetzen, um Einblick in die Geschehnisse hinter der Staumauer zu gewinnen.“

Raimund Zangerl, Verkauf Tirol und Vorarlberg bei Schrack Seconet

Was spielt sich bei Hochwasser hinter einer Staumauer ab? In Tirol hat Schrack Seconet eine Wildbach-Kamera installiert, die Einsatzteams in Echtzeit darüber Aufschluss geben kann.

Kamera-Sicherheitslösungen auf dem neuesten Stand der Technik gehören bei Schrack Seconet zum täglichen Geschäft. An den Auftrag der Wildbach- und Lawinenverbauung des Landes Tirol wird man sich am Innsbrucker Unternehmensstandort aber vermutlich trotzdem noch lange erinnern. Raimund Zangerl, bei Schrack Seconet für den Verkauf in Tirol und Vorarlberg zuständig, ist dafür im letzten Sommer in schwindelerregende Höhen geklettert: Er lieferte die vom Kunden ausgewählte robuste 4-MP-Kamera mit Varioobjektiv bis hinter die Schnanner Klamm am Fuße der Lechtaler Alpen. Dort montierte er sie über einer der beiden Staumauern, die im vorigen Jahrhundert zum Schutz des Ortes Schnann vor Hochwasser, Murenabgängen und Lawinen errichtet wurden. „Es war wichtig, die Kamera sehr hoch zu positionieren, damit sie das hinter der Mauer liegende Einzugsgebiet des Schnanner Bachs möglichst großräumig überblicken kann“, erklärt er. „Und da es keine Straße zum Montageort gibt, musste ich mit Kamera und Werkzeug im Rucksack mehrmals die Schnanner Klamm hinaufgehen.“ Ein Glück also, dass Zangerl ein geübter Bergsteiger und mit der Gegend vertraut ist.

Mehr Sicherheit durch digitale Lösungen im Schutz vor Naturgefahren

In Tirol sei diese spezielle Kameralösung eine Innovation, meint der Fachmann. „Bisher haben Feuerwehrleute bei dramatischen Unwettern selbst in der Schnanner Klamm Nachschau gehalten, ob das Geschiebebecken hinter der Staumauer überzugehen droht und wie viel Wasser und Material den Bachverlauf entlangkommen. Dabei haben sie ihr Leben riskiert.“ Dank der Kamera wird künftig der Blick auf das Smartphone oder den PC in der Feuerwehrhalle genügen, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen und die Maßnahmen der Einsatzkommandos exakt darauf abzustimmen. Dazu muss man wissen, dass der Schnanner Bach kein sanftes Bächlein, sondern ein ausgewachsener Wildbach ist, der sich tosend seinen Weg zwischen teils senkrechten Gesteinswänden bahnt. Immer wieder kommt es zu Vermurungen, zuletzt im Jahr 2018 mit Schäden in Millionenhöhe. Bei solchen Ereignissen reißen die Wassermassen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt; Tonnen von Schlamm, Geröll oder auch Baumstämmen schießen talwärts. „Die Kamera nützt aber nicht nur dem Hochwasserschutz, sondern trägt auch zu besseren Erkenntnissen über Staublawinen bei. Diese alles niedermähenden, aufgewirbelten Schneewolken prallen hier im Winter bis zu 40 Meter hoch an die Rückwand der Klamm“, so Zangerl. „Die Informationen, die die Mitarbeiter der Wildbach- und Lawinenverbauung aus Sensormessungen darüber gewinnen, kann die Kamera noch mit Bilddaten ergänzen.“

Immer online dank LTE-Router und Notstromaggregat

Die problemlose Internetverbindung gewährleistet ein LTE-Router und mit einem automatisch anspringenden Dieselaggregat ist auch die Notstromversorgung gesichert. Bei Bedarf optimiert ein 150-Watt-LED-Scheinwerfer nachts die Sicht. Darüber hinaus hat Schrack Seconet die Kamera in das vorhandene Überspannungs- bzw. Blitzschutzsystem integriert, um auch die in ihr verbauten Komponenten zu schützen. „Für den Kunden ist es ein großer Vorteil, in uns einen Ansprechpartner für sämtliche Details rund um die Kamera zu haben“, sagt Zangerl. „Und natürlich kontrollieren wir weiterhin laufend vor Ort, dass die Bildübertragung tadellos funktioniert.“ Die Zufriedenheit der Tiroler Wildbach- und Lawinenverbauung mit der Kameralösung inklusive Rundumbetreuung zeigt sich nicht zuletzt an einem Folgeauftrag: Im Zuge des Neubaus ihres Bürogebäudes in Imst hat sie die Installation und Wartung der dortigen Baufortschrittskamera ebenfalls in die Hände von Schrack Seconet gelegt.

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Photo: Wlad74/iStock

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